30 Jahre Grone in Thüringen

Seit 1991 profiliert sich die Grone-Bildungszentren Thüringen GmbH als Bildungsträger und Dienstleisterin für berufliche Qualifizierung und Integration. Was in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts als klassischer Bildungsträger mit Umschulung, Fortbildung und Ausbildung in alten Baracken und Werkhallen des ehemaligen Weimarwerkes begann, ist heute eine Einrichtung mit fünfzehn Standorten in Thüringen und fünf Standorten in Sachsen.
So wie wir uns räumlich ausgedehnt haben, hat sich unser Angebot für Arbeitsuchende enorm erweitert, da Grone in Thüringen stets auf neue Bedarfe unserer Auftraggeber reagiert und die entsprechenden personellen und räumlichen Ressourcen geschaffen hat. So haben wir mit etwa 30 Mitarbeiter*innen in Weimar begonnen und haben heute 220 Kolleginnen und Kollegen – Ausbilder*innen, Lehrkräfte, Sozialpädagog*innen, Vermittlungsfachkräfte und Verwaltungsmitarbeiter*innen.

Von Beginn an hat Grone in Thüringen ein umfangreiches Angebot an beruflicher Qualifizierung mit einer außergewöhnlich breiten Palette an Ausbildungsberufen. Die hohe Arbeitslosigkeit in Folge des Strukturwandels und die Wirtschaftskrise zu Beginn des neuen Jahrtausends forderte diese Vielfalt an Produkten und Flexibilität in der Bildung.

In Weimar hatte die Ausbildung in der Metallverarbeitung zeitweise einen hohen Stellenwert. Grone hat 1991 im Auftrag des Arbeitsamtes die Ausbildungseinrichtung des ehemaligen Uhrenwerkes Weimar mit allen Mitarbeiter*innen und Auszubildenden sowie mit den Maschinen und maroden Räumen in denkmalgeschützten Gebäuden übernommen und in den folgenden Jahren modernisiert. Auf ähnlichem Weg ist Grone in Weimar zur bisher einzigen zertifizierten Kursstätte für Schweißen und verwandte Verfahren gekommen, indem wir ebenfalls 1991 die Schweißerei des Weimar-Werkes übernommen haben.

1997 war für Grone Thüringen der Einstieg in den Bereich „Personaldienstleistung für Unternehmen“ – sprich Personalauswahl und Training künftiger Mitarbeiter*innen für Firmen, die in Thüringen investiert haben.

Das Jahr 2000 war eine weitere Zäsur in der Entwicklung von Grone in Thüringen – zu dem Bereich der beruflichen Qualifizierung und der Personalauswahl wurde das Thema „Vermittlung“ immer brisanter. So haben wir in Weimar mit einem bis dato einmaligen Projekt begonnen: Das Sozialamt Weimar und das Arbeitsamt haben uns beauftragt, Sozialhilfe- und Arbeitslosenhilfeempfänger*innen in Arbeit zu vermitteln. In Erfurt nahm unser Online-Bewerbungscenter die Arbeit auf, insbesondere für die Zielgruppe benachteiligter Jugendlicher, die hier mit professioneller Unterstützung nach Stellen suchen und sich bewerben konnten. Diese Entwicklung ging 2003 und 2004 in Weimar und in Erfurt weiter.

Wenn ein Bildungsträger sich so schnell entwickelt, stößt er auch schnell an seine räumlichen Grenzen: In Weimar waren wir Eigentümer einer großen, aber ziemlich maroden Halle mit viel zu wenig Unterrichts- und Büroräumen. In Erfurt hatten wir Räume gemietet und die Raumplanung erforderte so manches Mal außerordentliche Kreativität. Auch die Räume in der Moßlerstraße 19 waren zu klein.
Also folgten umfangreiche Investitionen: Seit 2011 nutzen wir hier zusätzliche Ausbildungshallen und Räume in der Südstraße in Gotha. In Erfurt hat Grone 2001 die ehemalige Lampenfabrik Franckestraße 4 in Erfurt gekauft und in 2010 zusätzlich ein neues Werkstattgebäude errichtet.

2004 begannen für Bildungsträger neue Zeiten. Das Arbeitsamt wurde zur Bundesagentur für Arbeit umgebaut, mit weitreichenden Konsequenzen für Bildungsträger. Maßnahmen im Bereich der Arbeitsmarktdienst-leistungen wurden ausgeschrieben und nicht mehr frei vergeben. Plötzlich rückten andere Erfordernisse in den Vordergrund – gute Kalkulationen, das Vermeiden von Formfehlern, gute Konzepte und strategische Partnerschaften. Hier musste unter Konkurrenten Vertrauen aufgebaut und Verträge aufgesetzt werden. In der Folge wurden gute Konzepte immer wichtiger.

2007 ging Grone in Thüringen ins Gefängnis: Das Thüringer Justizministerium plante eine Neuvergabe der Bildungsmaßnahmen für Strafgefangene in den 5 Thüringer Justizvollzugseinrichtungen und der Jugendstrafanstalt. Seitdem ist die Bildungsarbeit mit Strafgefangenen eine wichtige Größe bei Grone in Thüringen, die 2018 mit einem Projekt zur Resozialisierung von Haftentlassenen ergänzt wurde.

In 2012 haben wir die Grone Gesundheitsakademie Thüringen gegründet. Dort begann die Arbeit an der höheren Berufsfachschule für Altenpfleger, später dann auch Berufsfachschule für Altenpflegehelfer, Gesundheits- und Krankenpflegehelfer, sowie Sozialbetreuer. Seit 2020 bilden wir gemäß der Generalistik in den Pflegeberufen Pflegefachfachfrauen und -männer in Voll- und Teilzeit an dem Standort Weimar aus.

Heute sind wir ein Bildungsträger mit langer Tradition vor allem in Maßnahmen für junge Menschen. Die berufliche Qualifizierung Erwachsener macht als Folge der Vergabe mit Bildungsgutscheinen und der gesunkenen Arbeitslosenzahlen nur noch einen Bruchteil unserer Arbeit aus. Dagegen sind Bedarfe in Vermittlungsmaßnahmen nach §45 SGB III und auch niedrigschwellige Maßnahmen nach § 16 SGB II stetig gestiegen. In Folge der Pandemie werden unsere Onlineprodukten vermehrt nachgefragt und erfolgreich umgesetzt.

So blicken wir neugierig und mit Ideen in die nächsten Jahrzehnte spannender Arbeit im Bildungssektor und werden auch diese erfolgreich mit unseren Partnern begleiten.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Grone Service- und Verwaltungsgesellschaft mbH
Heinrich-Grone-Stieg 1
20097 Hamburg

Anna-Maria Trimkowski
Fon: 040-23703-731
Fax: 040-23703-778
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